Jetzt kommt die Kür, der Software-Raid0 für /usr und /home soll für einen ordentlichen Performance-Schub sorgen (siehe: Partitionsgeschiebe Vorgeplänkel):
Für die folgenden Schritte habe ich mich direkt nach dem Hochfahren als root angemeldet (auch hier wieder ohne grafischen Schnickschnack, also nach [strg][alt][f1], falls denn der gdm schon am Start war).
Die Einrichtung des Software-Raid ist eigentlich ganz einfach. Sofern der installierte Kernel mit Raid-Unterstützung kompiliert wurde (und das ist bei Debian-Standardkerneln der Fall – sicherheitshalber kann mit “modprobe md” getestet werden, ob sich das Raid-Module laden lässt ), braucht’s nur das Paket “mdadm”, das ggf. mit:
# apt-get install mdadm
nachinstalliert werden kann.
Jetzt kann die Konfigurationsdatei /etc/mdadm/mdadm.conf um folgende Zeilen ergänzt werden:
DEVICE /dev/hda3 /dev/sda1 DEVICE /dev/hda4 /dev/sda2 ARRAY /dev/md0 level=raid0 num-devices=2 devices=/dev/hda3,/dev/sda1 ARRAY /dev/md1 level=raid0 num-devices=2 devices=/dev/hda4,/dev/sda2
Und da Debian die Raid-Device-Einträge leider nicht von selbst anlegt auf der Shell noch beherzt folgende Zeilen eingehämmert:
# mknod /dev/md0 b 9 0
# mknod /dev/md1 b 9 1
# /etc/init.d/mdadm start
bringt dann endlich das md-Module an’s arbeiten, der Raid läuft (der Raid-Status ist in /proc/mdstat immer aktuell zu bewundern).
Damit die Devices auch beim nächsten Hochfahren wieder verfügbar sind, sollten ausserdem folgende Zeilen an die /etc/udev/links.conf angehängt werden:
M md0 b 9 0 M md1 b 9 1
Jetzt kann der /usr-Raid zur Datenbefüllung eingehangen werden:
# mkdir /usr_neu
# mount /dev/md0 /usr_neu
Um die Datenbefeuerung nun anzuschmeissen, noch schnell auf den kleinen Tipp aus Dateien inkl. UIDs und Rechte kopieren besonnen:
# cd /usr
# tar cf - . | ( cd /usr_neu; tar xvf - )
Das gleiche Prozedere dann noch einmal mit /home vollzogen und die Umstellung ist fast fertig.
Abschließend müssen die neuen Partitionen nur noch ins rechte Licht (resp. an die richtige Stelle) gerückt werden:
# umount /dev/md0
# mv usr usr_alt
# mv usr_neu usr
# mount /dev/md0 /usr
# echo "/dev/md0 /usr ext3 defaults,user_xattr 0 2" >>/etc/fstab
und das gleiche noch einmal für /home in /dev/md1.
Fertig