Wir (in Person: mein EDV-Kollege und ich) standen vor der Entscheidung für eine Groupware für unser Haus.
Das damit dringlichst zu behebende Problem war die übersichtliche Verwaltung von Resourcen, d.h. die Vergabe des Beamers, die Belegung von Schulungs- und Tagungsmöglichkeiten, … zentral verwalten zu können.
Zur Wahl standen zunächst:
M$-Exchange fiel u.a. wg. des zu engen Budgets von vornherein aus dem Fahndungsraster.
Nach einiger Recherche und der Nutzung von Demo-Installationen der verschiedenen Lösungen kristalisierte sich nach und nach eGroupware als die für uns passendste Alternative heraus.
Das Programm ließ sich am intuitivsten bedienen, bildete unsere Wünsche am ehesten ab und machte den Eindruck, dass hier z.Zt. am aktivsten weiterentwickelt wird. Auch die augenscheinlich einfache Anbindung anderer Software und Geräte via SyncML kann auf längere Sicht sinnvoll sein.
Der aktuelle Ubuntu-Server (der praktischerweise auch dem letzten Linux-Magazin beilag) sollte als Basis für unsere neueste Spielerei dienen und war als virtuelle Maschine schnell aufgesetzt.
Nach der Installation des Systems ließ mich ein
$ apt-cache search groupware
ein kurzes _YESSSS_ entfleuchen. eGroupware stand direkt mit den einzelnen Modulen als Paket zur Verfügung.
Doch nach der Installation folgte schnell die Ernüchterung:
Die für Ubuntu abgepackte eGroupware-Version 1.0.0.9 wollte nicht so recht mit dem MySQL-Server 5 zusammenarbeiten.
Es bedurfte alleine sehr viel Gefuckel und PHP-Debugging, um die Tabellen für die Grundinstallation fehlerfrei anzulegen.
Nachdem das Ganze nach einigen Stunden Arbeit immer noch nicht so ganz rund lief, folgte der Entschluss:
# apt-get remove egroupware.*
Der nächste Gedanke: Mal sehen, ob das aktuelle Release 1.2-105 von egroupware.org besser läuft.
Heruntergeladen, entpackt, konfiguriert, angemeldet, eingerichtet.
Fertig.
Ja, ich weiß: Schuld an der Misere waren nicht unbedingt die Ubuntu-Pakete, sondern der “zu” aktuelle Datenbankserver. Aber ich setze nicht extra für eine Groupware ein zweites oder gar lokal auf der Groupware-Maschine installiertes DBMS auf.
Ein kleiner Aufruf zum Schluss:
Welche Groupware-Systeme setzt Ihr ein? Was habt Ihr damit für (positive wie negative) Erfahrungen sammeln können? Ich freue mich auf jeden Kommentar
22. September 2006 um 18:53
Du solltest Dir mal Kolab angucken. Gibts ne Live-CD und ist in Debian Etch enthalten
23. September 2006 um 22:51
Ich nutze nur MS Exchange
Die Dinger laufen perfekt
Was habt ihr bloss für Budgets *G*
24. September 2006 um 03:45
Was spricht gegen Novell’s GroupWise?
Info’s findest du hier!
http://www.novell.com/products/groupwise/
Wenn es um Server geht, dann empfehle ich sowieso nur RedHat oder Novell! Redhat 5 beta hat mich total überrascht. Ubuntu mag zwar ganz nett sein, aber was Sicherheit und Stabilität anbelangt ist der Ubuntu Server noch nicht zu empfehlen! http://distrowatch.com/table.php?distribution=redhat
Pascal MS Exchange ist was ich erspare mir das….. ! Nur bei dir ist alles perfekt sieht man von deinen Problemen einmal ab
Also Pascal gehe noch ein wenig in die Lehre und werde Erwachsen!
24. September 2006 um 19:54
@The Bug: Wie kommst Du darauf, das die Sicherheit und Stabilität von Ubuntu nocht nicht so toll ist?
26. September 2006 um 07:40
@Joern
Linux News lesen! Warum hatte debian, ubuntu, kde, packman, gnome in den lezten Tagen soviele Server vom Netztgenommen.
26. September 2006 um 09:09
Em, wenn dann waren das Probleme der Betreiber und nicht der Distribution.
26. September 2006 um 10:15
@The Bug: Groupwise passt leider auch nicht in unser Konzept, aber danke für den Hinweis.
@Joern: Kolab hatten wir uns anfangs auch angesehen, aber die Groupware bringt leider keine eigene Weboberfläche mit, empfohlen wird hier das Horde-Framework. Dies war bislang als Webfrontend bei uns im Einsatz, stellte uns aber leider nicht wirklich zufrieden.
Zur Stabilitäts- und Sicherheitsdiskussion:
Der letzte Debian-”Hack” war die Ausnutzung einer Sicherheitslücke in einer PHP-Anwendung durch Script-Kiddies, die Ursache für den Hack davor war tatsächlich eine Sicherheitslücke im Kernel. Diese konnte allerdings nur deswegen ausgenutzt werden, weil der Hacker schon Zugang zum System hatte.
Da wir unsere (immer zuerst in Minimalinstallation) aufgesetzten Server noch “nachparametrieren” (eigene Kernel, …) treffen uns viele distributionsspezifische Sicherheitslücken aber nicht.
29. September 2006 um 22:58
@ Joern
Desweiteren gab es in den letzten Tagen diverse Problem bei Ubuntu mit dem Update’s die ein System ein wenig aus dem gleichgewicht gebracht haben. Einige unerfahrender Anwender stand auf einmal ohne GUI da.
@Stefan Schade das dir Groupwise nicht zusagt!
[quote]
Ein kleiner Aufruf zum Schluss:
Welche Groupware-Systeme setzt Ihr ein? Was habt Ihr damit für (positive wie negative) Erfahrungen sammeln können? Ich freue mich auf jeden Kommentar
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Auf deine Frage, was ich nutze, Konsole, bashscripts, lynx
1. Dezember 2006 um 09:57
Hi Leute.
Ich habe gerade gelesen, dass bei der Installation von Egroupware unter Ubuntu Probleme vorlagen. Ich kann nur die Kombination von Egroupware und Debian Sarge empfehlen. Die Installation läuft sehr harmlos ab und die Software läuft super stabil. Die Einspielung der aktuellen Version macht auch keine Schwierigkeiten. Ubuntu ist einfach zu neu denke ich aber ein super Ansatz.
22. April 2007 um 20:01
Ich hab in den letzten Wochen auch verschiedene Groupware-Projekte getestet und bin auch bei egw hängen geblieben. Kolab und Co sind im Vergleich wesentlich schwieriger aufzusetzen, auch wenn es unter Debian da teilweise schon fertige Pakete gibt.
Im Moment nutze ich egw-1.2.106 aus Lenny und bin ganz zufrieden damit. Leider klappt der Sync mit multisync und Evolution nicht mehr, seit ich den Schlepptop auf Ubuntu 7.04 aktualisiert habe…