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Does Gnewsense really make sense? |

Heute morgen schlug ich endlich die aktuell gelieferte Ausgabe 01/07 des Linux-Magazin auf. Und direkt fiel mir die erste Schlagzeile “Gnewsense: 100 Prozent freie Software” in’s Auge.

Da wird über eine neue Linux-Distribution Gnewsense berichtet, die seinen Nutzern ein auf ausschließlich freie Software gestutztes Ubuntu zur Verfügung stellen soll.

Der Ansatz werde sogar von der Free Software Foundation unterstützt.

Nur: ich sehe eigentlich den Sinn eines solchen Ansatzes nicht…

Da wird schon seit der ersten Veröffentlichung von Ubuntu (das ja auf dem 100% freien Debian GNU/Linux basiert) von allen Seiten bemängelt, dass Ubuntu zu wenig Feedback zurück an die Basis-Distribution gibt, es fließen quasi keine Entwicklungen der Ubuntu-Macher zurück an Debian.

Wenn dies von Anfang an konsequent geschehen wäre, hätte Gnewsense imho nun eigentlich Gnewsensless heißen müssen.

Das soll keine Kritik an die Gnewsense-Gründer Brian Brazil und Paul O’Malley sein, die beiden setzen eigentlich nur da an, wo die Ubuntu-Protagonisten aufhören, eher ein als rhetorischer Unfall getarnter Aufruf an Mark Shuttleworth und seine Mannen: Unterstützt Debian, denn Debian stützt Euch!

Somit bereichert nun eben ein weiteres Linux-Derivat den sowieso schon undurchsichtigen Dschungel an Linux-Distributionen. Viel Glück und Erfolg also an diese Adresse. ;)

10 Antworten zu 'Does Gnewsense really make sense?'
  1. Jörn:

    Nun, die Distribution ist dem Umstand geschuldet das die FSF oder besser der Herr Stallman der Meinung ist zu wenig Einfluss auf die Geschehnisse rund um Linux zu haben. Hurd ist, war und bleibt ein Flop und das möchte man damit kompensieren.

  2. Henry:

    Hm, so weit ich weiß, stehen alle Ubuntu-eigenen Entwicklungen unter der GPL, es steht also den Debian-Leuten frei, diese in Debian zu integrieren. Von daher verstehe ich den Vorwurf nicht, Ubuntu würde an Debian nicht genug zurück geben.

  3. Stefan:

    @Henry: Prinzipiell hat Du Recht, die Ubuntu-Entwicklungen stehen unter der GPL.

    Es geht aber weniger um die rechtliche Erlaubnis, Patches von Ubuntu auch in Debian einpflegen zu dürfen, sondern um den fehlenden aktiven Dialog zwischen den Parteien.

    Ubuntu startet bei einem neuen Release mit dem zu dieser Zeit aktuellen Debian-Release und setzt dann in Eigenregie seine Patches und Anwendungen darauf auf. Dabei kritisieren die Debian-Maintainer, dass von Ubuntu-Seite kein Informationsfluss hierzu in Richtung Debian besteht.

    Eine Sammlung der Vorwürfe von Debian gegen Ubuntu hat “Madduck”, seineszeichens Paket-Manager bei Debian, gesammelt und auf seinem Blog im Artikel Ubuntu and Debian veröffentlicht.

  4. Diego:

    Hi,

    weiß jemand wie oft das Linux-Magazin erscheint ?

    alle 2 wochen, oder wie ist der Rythmus ?

    -Diego

  5. Stefan:

    Das Linux-Magazin erscheint einmal im Monat.

    Gruß
    Stefan

  6. Diego:

    hmmmm, wann ist das Linux-Magazin, von dem du oben sprichst erschienen ?

    Das habe ich in der Bahnhofsbuchhandlung am Münchner Hbf nämlich nicht gefunden, bei dieser Zeitschrift mussten die auch passen.
    (viel. ist die auch scho älter, dass die die Zeitung nicht mehr da hatten ?)

    Ich weiß nicht mehr wo ich die herbekommen soll :(

    Weiß jemand was ?

    PS: Und am welchen Datum, erscheint einen neue Ausgabe des Linux-Magazins ?

    -Diego

  7. Diego:

    Hi,

    nochmal ne Frage: ;)

    “Gelesen: 53 · heute: 10″

    wie funktioniert des ?

    Hast du da ein Plugin dafür, oder was ?

    Wenn ja, wie heißt des ?

    -Diego

  8. Stefan:

    1) Das angesprochene Linux-Magazin ist das z.Zt. Aktuelle und lag am 2. oder 3. Dezember bei mir im Briefkasten. Ausgabe 02/2007 wird logischerweise Anfang Januar nächsten Jahres erscheinen …

    2) Das von Dir gesuchte Plugin heißt Sayfa Sayaç, eine gute Installationanleitung mit Link zur Originalquelle des Plugins findest Du hier.

    3) Stell’ Offtopic-Fragen bitte per Mail (Die Adresse findest Du auf der Kontaktseite).

    Gruß
    Stefan

  9. Jonas:

    Bei gNewSense geht es nicht darum die Entwickler von Ubuntu daraufhin zuweisen mit den Entwicklern von Debian besser zu kommunizieren, sondern um eine 100% freie Linux Version zu entwickeln. Debian ist nämlich NICHT 100% frei.

    siehe http://www.gnewsense.org/FAQ/FAQ :
    Neither Debian nor Ubuntu are fully free. Ubuntu installs non-free software by default. Debian provides non-free software through its repositories and includes non-free kernel drivers.

  10. Stefan:

    “Debian provides non-free software through its repositories”

    Das ist wohl war, deswegen heißt der entsprechende Zweig aber auch “non-free”. Und dieser wird nicht per Default in die Repository-Liste unter /etc/apt/sources.list eingetragen.

    So bleibt einem immer die Wahl, ob man unfreie Software auf seinem System haben möchte, oder eben nicht.

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