Kann das eigene Mail-Programm Base64 nicht dekodieren, stellt es u.U. einige Teile der gerade eingetroffenen, ultrawichtigen eMail eher als Kauderwelsch in der Art:
RRGFzIHdhciBqZXR6dCBlY2h0IHBmaWZmaWcuIApIZXJ6bGljaGVuIEds/GNrd3Vuc2NoIHp1
bSAKZXJzdGVuIGJhc2U2NC1kZWNvZGUtVGVzdCAKCjspCgpHcnXfClN0ZWZhbgoK
dar.
Das hilft dann auch demjenigen nicht weiter, der sonst nur binär kopfrechnet
Um diesem Problem Herr zu werden, hat ein findiger Zeitgenosse “base64-decode” in das Debian-Paket “mime-codecs” aufgenommen und dem geneigten Debian-User auf diese Weise verfügbar gemacht.
Dieser muss nach entsprechender Installation nun nur noch den kodierten Text - möglichst ohne weiteren “Müll” davor oder dahinter (wie Leerzeilen, oder den restlichen Mail-Quelltext) - in eine Textdatei abspeichern.
Anschließend kann die “verschollene” Datei mit:
$ cat [textdatei] | base64-decode >[dekodierte Datei]wieder benutzbar gemacht werden.
Für den noch nicht so erfahrenen Linuxer:
Da nicht nur Texte mit Base64 kodiert werden (Base64 ist vielmehr eine Hilfe, um binäre Dateien zu kodieren, der interessierte Leser möge sich mit dem entsprechenden Wikipedia-Artikel zu Base64 und bei Interesse auch mit dem zu MIME weiterbilden), sollte nun vor dem nächsten “cat” auf die neue Datei mit “file” ermittelt werden, welche Art von Datei denn da gerade zusammengebaut wurde:
$ file [dekodierte Datei]Damit ist dann in Erfahrung gebracht, welches Programm zum Öffnen der gerade generierten Datei benutzt werden muss.
17. Juli 2008 um 16:14
Da ich den base64-decode nicht hatte und nichts installieren wollte, hab ich eine andere Möglichkeit gefunden:
openssl base64 -d -in file.b64 -out file.bin
“-d” steht für “decode” und alles andere sollte selbsterklärend sein