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ATI-Treiber unter Feisty Fawn

Heute war mein Spiel-Laptop wieder einmal dran: Ubuntu Feisty Fawn (also die aktuelle Version 7.04) sollte beweisen, dass es reif für den “Desktop-Betrieb” ist. Das Upgrade von Edgy Eft war kein Problem, einzig das “Direct Rendering” funktionierte auch mit den mitgelieferten FGLRX-Treiber nicht. (Ok, auch der NDiswrapper machte auf dem HP nx6325 wieder einmal seine Zicken, aber dazu vielleicht einmal einen extra Beitrag ;) )

Die Installation der z.Zt. aktuellen proprietären Treiberversion 8.36.5 schlug wg. dem zu aktuellen Xorg 7.2 über den normalen Weg

$ sudo sh ati-driver-installer-8.36.5-x86.x86_64.run

mit folgendem Fehler fehl:

==================================================
ATI Technologies Linux Driver Installer/Packager
==================================================
Detected configuration:
Architecture: x86_64 (64-bit)
X Server: X.Org 7.2.x 64-bit

Detected version of X does not have a matching ‘x720_64a’ directory
You may override the detected version using the following syntax:
X_VERSION= ./ati-driver-installer--.run [--install]

The following values may be used for :
x430 XFree86 4.3.x
x430_64a XFree86 4.3.x 64-bit
x680 X.Org 6.8.x
x680_64a X.Org 6.8.x 64-bit
x690 X.Org 6.9.x
x690_64a X.Org 6.9.x 64-bit
x700 X.Org 7.0.x
x700_64a X.Org 7.0.x 64-bit
x710 X.Org 7.1.x
x710_64a X.Org 7.1.x 64-bit

Ein Umweg über die (eigentlich sowieso sauberere) Generierung von Deb-Paketen führte dann aber zum Erfolg:

Zum vollständigen Beitrag »


So nicht, Herr Schäuble

Normalerweise bin ich ein eher unpolitischer Mensch.

Aber schon lange gehen mir die Pläne des Herrn Schäuble gegen den Strich, die sich mit der Erweiterung der Rechte von Strafverfolgungsbehörden befassen.

Spätestens seit dessen Forderung, die bislang als Grundlage der Rechtssprechung stehende Unschuldsvermutung zugunsten des sog. “Grundrecht auf Sicherheit” aufzugeben, bekomme ich ein ungutes Gefühl.

Und auch die Idee der heimlichen “Onlinedurchsuchungen” halte ich für einen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Der “Rechtsstaat” als Trojaner-Versender. In diesem Bezug jedoch, wurde kurzfristig mein Vertrauen in die deutsche Rechtssprechung wieder hergestellt, als der Bundesgerichtshof dieses Anliegen vorerst unterbunden hatte.

Dass Herr Schäuble (wie auch das BKA) nun jedoch einfach die Gesetze so anpassen möchte, dass Online-Durchsuchungen legitimiert werden, lässt meines Erachtens schon Parallelen zu totalitären Regimen erkennen.

Verbietet mir ein Gesetz meine Pläne, dann ändere ich einfach die Gesetze (und wenn es sein muss auch die Verfassung), so dass ein Bundesgerichtshof sich mir nicht mehr in den Weg stellen kann.

Auch die Anti-Terror-Datei, sowie das präventive Sammeln von allen möglichen, online verfügbaren persönlichen Daten (die sog. verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung) lässt Assoziationen mit dem Begriff “Überwachungsstaat” zu.

Und dass diese Ideen in diesem Ausmaß erst sechs Jahre nach “9/11″ mit solcher Intensität verfolgt werden, lässt auch die vorgeschobene Behauptung, die Bekämpfung der islamistischen Terrorbedrohung sei Grund für viele dieser Maßnahmen, eher schwach aussehen.

Ich bin ja eigentlich nicht gegen erweiterte Möglichkeiten der Strafverfolgung (ich stimme z.B. der Nutzung der gesammelten Mautdaten zur gezielten(!) Strafverfolgung zu), aber hier wird, umgangssprachlich formuliert, mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

Aber die nächste Wahl kommt … bestimmt …


MySQL einmal zickig

Ich hatte bisher in meinem gesamten EDV-Leben noch nie einen Datenverlust im Zusammenhang mit einem DBMS zu beklagen, aber einmal ist bekanntlich immer das erste Mal…

Denn bei der letzten manuellen Datensicherung einer MySQL-Datenbank, brach mysqldump mit dem Fehler:

Got error: 1146: Table ‘xnet.xnet_postings’ doesn’t exist when using LOCK TABLES

ab.

Das komische daran war, dass die Tabelle bei einem “show tables” mit angezeigt wurde. Der Versuch, die Tabelle zu löschen, die Tabellenstruktur anzuzeigen oder einen Select auf die darin enthaltenen Datensätze abzusetzen, wurde von MySQL aber mit:

mysql> drop table xnet.xnet_postings;
ERROR 1051 (42S09): Unknown table ‘xnet.xnet_postings’;

quittiert.

Ok, dachte ich, dann lege ich die Tabelle testweise einfach noch einmal an, aber auch hier zickte MySQL:

mysql> create table xnet.xnet_postings (foobar int);
ERROR 1050 (42S01): Table ‘xnet.xnet_postings’ already exists

Den Versuch, die Tabellenstruktur mit mysqlcheck zu reparieren, beantwortete das DBMS dann wieder mit dem Hinweis, die Tabelle xnet_postings existiere nicht, es gäbe somit wohl auch nichts zu korrigieren.

Da blieb mir dann leider nur noch, die Datenbank zu droppen und die Sicherung vom Vortag wieder einzuspielen :(

Seitdem bin ich auf der Suche nach einer datenrettenden Möglichkeit, eine so in’s Stolpern gebrachte Tabelle wieder in Betrieb nehmen zu können, falls mich dieses Angezicke wieder einmal treffen sollte. Hat jemand einen Tipp für mich?


Sam Hocevar neuer DPL

Fast zeitgleich zum Release von Debian Etch wurde Sam Hocevar gestern zum neuen Debian Project Leader (DPL) gewählt. Sam hat sich mit seinem Motto “Make Debian Fun again” gegen weitere sieben Kandidaten durchgesetzt. Sein Hauptziel ist, Debian’s Beliebtheit wieder zu steigern, indem (begleitet von einer offenen Kommunikation nach außen) festgelegte Ziele schneller umgesetzt werden sollen.

Sam’s Wahlprogramm ist zu finden unter: http://www.debian.org/vote/2007/platforms/sho

Die Wahlergebnisse können unter http://www.debian.org/vote/2007/vote_001 eingesehen werden.

Sam Hocevar tritt sein Amt am 17. April an, von hier aus meine Glückwünsche und alles Gute.


Debian 4.0 released

Unglaublich aber wahr. Quasi als “Easteregg” (also gut im Ostertrubel versteckt ;) ) wurde gestern Debian Etch freigegeben.

Als Main-Features der neuen Version heben die Debian-Macher natürlich den neuen, grafischen Installer (der 58 Sprachen unterstützt), die Lauffähigkeit des OS auf 11 verschiedenen Prozessor-Plattformen oder das Anlegen verschlüsselter Partitionen hervor.

Die Umstellung der eigenen Produktiv-Systeme von der bisherigen stabilen Version Sarge auf Etch ist problemlos möglich, es wird jedoch das Studium der Veröffentlichungs-Hinweise empfohlen.

Weitere Informationen zum neuen Release sind in der Release-Mail der Announce-Mailingliste unter:
lists.debian.org/debian-announce/debian-announce-2007/msg00002.html
zu finden.


Tabpages in vim benutzen

Man lernt ja nie aus: Seit Version 7 kann man in vim auch mit einer Art “Aktenreitersystem” arbeiten, das immer die gerade geöffneten Dateinamen am oberen Fensterrand anzeigt.

So kann man vim schon direkt beim Aufruf mit mehreren Dateien in eigenen Tabs füttern:

vim -p datei1 datei2 …

Editiert man eine Datei, und möchte zwischendurch eine neue anlegen, ohne vim zu verlassen, lässt sich einfach über

:tabnew

ein neues “Fenster” öffnen.

Mit

:tabnew [Dateiname]

öffnet sich der neue Tab direkt mit der übergebenen Datei.

Mit

:tabn

und

:tabp

wechselt man zum nächsten bzw. vorhergehenden Tab, das Kommando “gt” im Normalmode bringt einen zum nächsten Tab, “2gt” sorgt dafür, dass man im zweiten Tab landet.

Aber auch die gewohnten “Dateiwechselkommandos” arbeiten im “Tabsystem” wie gewohnt, “:n” bringt einen zur nächsten geöffneten Datei, “:previous” wieder zurück. Auch “:args” zeigt, wie bisher, die gerade geöffneten Dateien an.

Möchte man einen Befehl auf alle Aktenreiter gleichzeitig absetzen, erreicht man das mit dem Kommando “:tabdo”. Um beispielsweise alle Aktenreiter gleichzeitig zu schließen, ohne die Änderungen zu speichern, benutzt man:

:tabdo q!

Eine kleine Einführung in die Benutzung von Tabs erhält man mit:

:help tab-page-intro

Kann man also eine Zeile von seinem Eingabefenster abzwacken (und liebgewonnene Kommando-Tippautomatismen kurzzeitig zuverlässig verdrängen ;) ), dann ist das Tabsystem recht komfortabel, fehlt der Platz in der Textkonsole, arbeitet man aber auch auf althergebrachte Weise ganz ordentlich.


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