Im Februar habe ich unter Mit Postfix Disclaimer basteln beschrieben, wie sich mit Altermime direkt über den MTA unter jede eMail Fußzeilen setzen lassen (beispielsweise für die Handelsregisterangaben in geschäftlichen Mails).
Bei einigen Kommentatoren dort trat das Problem auf, dass beim Einsatz von Altermime die Umlaute der Mailtexte zerstückelt wurden.
Nun hatte ich das Problem auf einer Debian-Etch-Kiste auch und bin glücklicherweise, rein zufällig, über eine mögliche Lösung gestolpert:
Ich setze nämlich auf dem betroffenen Server Spam-Assassin, installiert aus dem CPAN-Archiv, ein. Beim letzten Update des Spamkillers machte mich der Installer auf mehrere nicht erfüllte (optionale) Abhängigkeiten aufmerksam. Neben Paketen, die direkt mit der Spambestimmung zu tun hatten, schlug Spam-Assassin auch “Encode::Detect” als sinnvolle Ergänzung vor.
Das Modul beschreibt sich kurz: “Perl module that implements an Encode::Encoding subclass that detects the encoding of data”.
Und siehe da, nach dessen Installation und einem erneuten Compilevorgang der Spamsuchsoftware fielen trotz Altermime, sozusagen als Abfallprodukt, eMails mit durchweg richtigen Umlauten ab.
Ich hatte bisher jedoch noch nicht die Gelegenheit, dem plötzlichen Sinneswandel meiner Mailumgebung tiefer auf den Grund zu gehen, auch hängt das Debian-Paket “spamassassin” offensichtlich von keinem Perl-Paket ab, das “Encode::Detect” enthält. Daher weiß ich nicht, ob sich das Umlaut-Problem auch mit Debian-Mitteln beheben lässt.
Wer aber sein Spamassassin aus den CPAN-Quellen nutzt, kann sich auf die oben beschriebene Weise des mit Altermime eingehandelten Fehlers entledigen.
Wer nähere Angaben hierzu machen kann, oder Ideen hat, auch auf anderem Wege zu richtigen Umlauten zu gelangen, sei hiermit herzlich eingeladen, dies hier zu kommentieren. Vielen Dank.
Noch nix da .. kommentartechnisch gesehen ... :)
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