In Ermangelung anderer sinnvoller Tätigkeiten, habe ich gestern abend meinen Heimat-Desktop von Debian Etch auf Lenny migiert. Ok, vielleicht hätte es auch etwas Sinnvolles zu tun gegeben, aber mir war nach spielen …
Das Update lief reibungslos, aptitude lief fehlerfrei durch, ein Reboot brachte Lenny dann mit Kernel 2.6.21 an den Start.
Die einzige manuelle Anpassung, die nun noch übrig blieb, war, da der freie Nvidia-Treiber “nv” auf meinem Bildschirm die native Auflösung von 1440×900 nicht unterstützt (Bug#438850), die Installation des proprietären Treibers vom Hersteller.
Doch der Versuch, den heruntergeladenen Treiber nun über:
# sh NVIDIA-Linux-x86-100.14.11-pkg1.run
zu installieren schlug bei mir fehl:
The CC version check failed:
The Compiler used to compile the kernel (gcc 4.1) does not exactly match the current compiler (gcc 4.2)
Das war schnell behoben:
# apt-get install gcc-4.1
# ln -sf /usr/bin/gcc-4.1 /usr/bin/gcc
Nächster Versuch. Doch auch hier brach der NVidia-Installer wieder ab. In der /var/log/nvidia-installer.log tauchte die nächste Fehlermeldung auf:
FATAL: modpost: GPL-incompatible module nvidia.ko uses GPL-only symbol ‘paravirt_ops’
Blöde Nachricht…
Sie besagt im Endeffekt, dass der Kernel uns den NVidia-Treiber nicht installieren lassen möchte, da dieser nicht der GPL unterliegt.Edit: Das war etwas missverständlich, genauer sollte es heißen: NVidia darf die zum Übersetzen benötigte Paravirt-Schnittstelle im proprietären Treibermodul nicht nutzen, da diese komplett der GPL unterliegt.
Einzig mögliche Lösung: selbst einen Kernel basteln, der die paravirt_ops nicht enthält.
Das ist eigentlich nicht kompliziert, je nach System nur ein wenig zeitaufwändig. Hier die Arbeitsschritte zur Installation:
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