Ich wollte mir gerade unter Debian Lenny einen PDF-Drucker einrichten, erinnerte mich aber nicht auf anhieb, wie sich die generierten Druckdateien meines unter Cups eingerichteten Postscript-Printers auch automatisch an geeigneter Stelle mit der Endung PDF abspeichern ließen.
“cups-pdf” hieß die Lösung.
Nach der Paket-Installation über das gewohnte:
# aptitude install cups-pdf
und einem Neustart des cupsys (über /etc/init.d/cupsys restart) kann die gewünschte Druckerschlange in Betrieb genommen werden.
Dazu starte man einen Browser mit der URL http://localhost:631.
Direkt auf der Startseite findet sich der Knopf: “Drucker hinzufügen”.
Nach dessen Betätigung fragt die Cups-Druckerverwaltung nach administrativen Zugangsdaten, hier helfen die Anmeldeinformationen des Root-Accounts weiter.
Als Druckername bietet sich “PDF-Drucker” an, die anderen beiden Angaben sind optional.
Als Gerät steht nun der “CUPS-PDF (Virtual PDF Printer)” zur Verfügung, was auch gewählt werden sollte.
Um PDF-konforme Postscripts zu erstellen, sollte dann als Druckermarke “Generic”, als Modell “Generic PostScript Printer (en)” ausgewählt werden.
Abschließend ein Klick auf “Drucker hinzufügen”. Fertig.
Die über den neuen PDF-Drucker erzeugten Dateien werden von nun an automatisch im Home-Verzeichnis des druckenden Benutzers in das Unterverzeichnis PDF gepackt.
Wer den Speicherort ändern möchte, bediene sich der Konfigurationsdatei /etc/cups/cups-pdf.conf.
Ich habe in dieser Datei außerdem die Option “Label” auf 1 gesetzt, um den Namen jeder PDF-Datei um die Job-ID zu ergänzen. Auf diese Weise lässt sich verhindern, dass bereits in diesem Verzeichnis gespeicherte PDF-Dateien durch den nächsten Druckauftrag überschrieben werden können.
Neben Lenny sollte dieser Tipp sich natürlich auch unter Etch oder Sid umsetzen lassen, wenn in der Unstable-Variante nicht sowieso schon bei der Installation automatisch ein PDF-Printer mit angelegt wird.
18. Dezember 2007 um 22:38
Hallo, ich bin Linux/Debian Neuling. Wie lautet die Veränderung in der Zeile der Datei /etc/cups/cups-pdf.conf um mir die PDFs direkt auf dem Desktop anzeigen zu lassen?
19. Dezember 2007 um 10:29
Für den Ausgabepfad ist der Parameter “Out” verantwortlich. Um PDF-Dateien automatisch auf den Desktop zu speichern, sollte dieser wie folgt gesetzt werden:
Out ${HOME}/Desktop
Gruß
Stefan
25. März 2008 um 18:18
@stefan
danke fürr den coolen minii tipp
welcher druckertreiber sollte am client ausgewählt werden mit dem in ein pdf file gedruckt wird. ich muss am xp client ja einen drucker instasllieren der in die cueu fpr den pdf drucker druckt, welcher drucker und druckertreiber sollte das sein ?
9. April 2008 um 22:17
@Jerome:
Interessante Frage, ich habe nie ausprobiert, den PDF-Drucker im Netzwerk zu benutzen.
Probier als Treiber einen Druckertyp, der möglichst nur Standard-Postscript erzeugt. Soweit ich mich erinnere, könnten alte HP Laserjet-Treiber hier funktionieren.
Als Ausgabepfad in der cups-pdf.conf würde ich dann einen allgemein zugänglichen Pfad für “Out” definieren, wie /var/spool/pdf (Den Pfad musst Du natürlich noch anlegen und mit den richtigen Rechten versehen).
Es würde mich freuen, wenn Du hier eine Rückmeldung posten könntest, ob das so funktioniert hat.
Gruß
Stefan
17. Juli 2008 um 23:33
vielen Dank, für die Anleitung, hatte mir einen “PDF Printer” unter Debian Etch per synaptik Packetverwaltung installiert - wußte nicht welchen Druckertreiber ich da angeben sollte. Habe also Generic und Post Script Printer gewählt - und schon war nach einem Restart mittels /etc/init.d/cupsys restart in der shell der drucker da und funktioniert - perfekt !!! besten Dank
Windows ist am Anfang gut und wird dann mit der Zeit immer schlechter - die ist bei Linux genau umgekehrt