Auf meiner letzten Debian-Installation – also bis zum letzten Festplattenversager – hatte ich mir den Luxus geleistet, mir über Mbrola per Sprachsynthese vorlesen zu lassen, wie viele ungelesene Nachrichten in meinem Postfach liegen, oder ob das automatische Backup auf meine USB-Platte erfolgreich war.
Das war eigentlich sehr angenehm und das für Lenny im Repository vorliegende festival-Paket versprach, das Ganze in ähnlicher Form ohne großen Aufwand wieder einrichten zu können.
Ein
# aptitude install festival
verankerte die Software auch schnell im System.
Doch ein erster Test mit:
$ echo "Du hast 2 Nachrichten." | festival --tts
wurde lapidar mit
Linux: can’t open /dev/dsp
quittiert.
Die Lösung war schnell gefunden, esddsp (aus dem Paket esound-client) sollte helfen. Aber auch die “Audioausgabe” über
$ echo "Du hast 2 Nachrichten." | esddsp festival --tts
war eher ernüchternd.
Zwar kam nun “etwas” aus dem Lautsprecher, aber logischerweise klang das eher denglisch, als deutsch (”Diu häst tju Nächrigten”).
Die Suche nach einem passenden Sprachpaket (”apt-cache search festvox”) brachte nur die Unterstützung für Finnisch, Hinduistisch oder Amerikanisches Englisch als Ergebnis. Und von Marathi oder Telugu hatte ich bisher noch nie gehört.
Eine Internet-Recherche zeigte zwar, dass es auch möglich ist, Festival Deutsch beizubringen, das hätte jedoch bedeutet, die Source von Festival patchen und anschließend manuell übersetzen zu müssen, und hätte somit einigen Aufwand mit sich gebracht.
Und da ich faul bin, und ich wusste, dass das mit Mbrola einfacher geht, war Festival schnell wieder von meinem System verbannt, und die Alternativ-Installation gestartet.
Im Großen und Ganzen habe ich mich dabei an die wirklich gute Anleitung von Malte J. Wetz gehalten:
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