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Guten Rutsch in’s Jahr 2008

Nachdem der Server, auf dem auch dieses Blog läuft, schon gestern losrutschen wollte (Server down ab 22:43h), wünsche ich allen Bloggern und Bloglesern einen unfallfreien Übergang zum Jahr 2008.

Vielen Dank für Euer Interesse an “Yet another Linux Blog”, wir lesen uns nächstes Jahr wieder.

Gruß
Stefan

Und von dieser Stelle noch schnell ein Dankeschön an den Hetzner-Support: gerade eine Stunde nach erteilter Supportanfrage war der Server wieder da :)


Doch noch ein neues Mobiltelefon

Nachdem das mit dem iPhone ja nicht wirklich “geklappt” hat, habe ich mich nun endlich für ein anderes Mobiltelefon entschieden: das HTC Touch (oder nach dem Branding von T-Mobile: MDA Touch).

Ja, ich weiß, da “rennt” ein Windows Mobile drauf, aber es gab mehrere Gründe für die Entscheidung:
- Es ist bezahlbar(Ausrufezeichen, Ausrufezeichen, Ausrufezeichen)
- Als Smartphone bietet es die Möglichkeit einer guten Termin-/Kontakteverwaltung
- Der Datenabgleich mit Funambol per SyncML zu eGroupware klappt einwandfrei
- Es ist klein und leicht
- Ich komme mit der Kombination Software-Tastatur/Stift besser klar als mit Finger/Zahlentastatur
- Es unterstützt WLAN, der eingebaute Mailclient IMAP (zumindest in Ansätzen)

Nervig ist, dass man nach jeder Aktion das Display wieder putzen muss, eigentlich sollte beim Kauf ein Gratispack Putztücher mitgeliefert werden.


Ein schönes Weihnachtsfest

Dieses Jahr hinterlässt mit einigen politischen Beschlüssen, wie etwa zur Vorratsdatenspeicherung oder zu Online-Durchsuchungen, mit den neu eingeführten “biometrischen Pässen”, mit exorbitanten Preiserhöhungen im Energiesektor oder dem von einigen Ländern offen zur Schau gestellten Desinteresse an einer gesunden Umwelt für den Normalbürger einen eher fahlen Beigeschmack.

Trotzdem wünsche ich besinnliche und fröhliche Feiertage im Kreise von lieben Verwandten und guten Freunden, ohne dass in diesen Tagen die negativ besetzten Themen eine Chance bekommen, die Stimmung zu drücken.

In diesem Sinne viele Grüße von
Stefan


Debian liest vor

Auf meiner letzten Debian-Installation – also bis zum letzten Festplattenversager – hatte ich mir den Luxus geleistet, mir über Mbrola per Sprachsynthese vorlesen zu lassen, wie viele ungelesene Nachrichten in meinem Postfach liegen, oder ob das automatische Backup auf meine USB-Platte erfolgreich war.

Das war eigentlich sehr angenehm und das für Lenny im Repository vorliegende festival-Paket versprach, das Ganze in ähnlicher Form ohne großen Aufwand wieder einrichten zu können.

Ein
# aptitude install festival
verankerte die Software auch schnell im System.

Doch ein erster Test mit:
$ echo "Du hast 2 Nachrichten." | festival --tts
wurde lapidar mit

Linux: can’t open /dev/dsp

quittiert.

Die Lösung war schnell gefunden, esddsp (aus dem Paket esound-client) sollte helfen. Aber auch die “Audioausgabe” über
$ echo "Du hast 2 Nachrichten." | esddsp festival --tts
war eher ernüchternd.

Zwar kam nun “etwas” aus dem Lautsprecher, aber logischerweise klang das eher denglisch, als deutsch (”Diu häst tju Nächrigten”).

Die Suche nach einem passenden Sprachpaket (”apt-cache search festvox”) brachte nur die Unterstützung für Finnisch, Hinduistisch oder Amerikanisches Englisch als Ergebnis. Und von Marathi oder Telugu hatte ich bisher noch nie gehört.

Eine Internet-Recherche zeigte zwar, dass es auch möglich ist, Festival Deutsch beizubringen, das hätte jedoch bedeutet, die Source von Festival patchen und anschließend manuell übersetzen zu müssen, und hätte somit einigen Aufwand mit sich gebracht.

Und da ich faul bin, und ich wusste, dass das mit Mbrola einfacher geht, war Festival schnell wieder von meinem System verbannt, und die Alternativ-Installation gestartet.

Im Großen und Ganzen habe ich mich dabei an die wirklich gute Anleitung von Malte J. Wetz gehalten:

Zum vollständigen Beitrag »


Minitip – Maximale Netzwerkverbindungen hochsetzen

Nach unserer Server-Umstellung von Winboard (siehe z.B. “winboard.org – Auf zu neuen Servern“), stieg auf einmal Server02 aus.

Im Logfile tauchten jede Menge Einträge der Art:
Dec 1 11:00:58 server02 kernel: ip_conntrack: table full, dropping packet.
auf.

Diese Meldung sagt eigentlich nur aus: da werden mehr IP-Verbindungen benötigt, als vom System zur Verfügung gestellt werden können.

Die Folge sind Verbindungsprobleme über das Netzwerk zum Server.

Nach dem Ermitteln des Verbindungs-Limits mit:
# sysctl net.ipv4.ip_conntrack_max
net.ipv4.ip_conntrack_max = 65536

lässt sich das Limit dann ganz einfach mit:
# sysctl -w net.ipv4.ip_conntrack_max=131072
net.ipv4.ip_conntrack_max = 131072

höher setzen.

Und damit das auch nach einem Neustart noch entsprechend eingestellt ist, erweitert man einfach die Datei /etc/sysctl.conf um den Eintrag:
net.ipv4.ip_conntrack_max=131072


Podcasts und Youtube mit Miro

Lange habe ich mich gewehrt, doch jetzt habe ich doch noch Videocasts und Konsorten für mich entdeckt.

Ich konnte mich bisher nie für die Filmchen, die Hans und Franz in meist nicht sehr überzeugender Qualität (sowohl technischer als auch inhaltlicher Art) in Videoportale wie youtube.de, myvideo.de oder video.google.de einstellt, begeistern. Ok, es gibt sicherlich einige Highlights (wie z.B. “Der Bonker” von W. Moers oder “The Day The Routers Died“), aber da stolpert man eher durch Zufall drüber. Ein mehr oder weniger gezieltes Durchstöbern eines solchen Portals oder des Internets nach diesen Miniclips oder anderen Podcasts wäre mir nie eingefallen.

Doch ein
# aptitude install miro
unter Debian Lenny hat das – zwar nicht grundlegend, doch zumindest ein wenig – geändert.

Youtube ist immer noch nicht mein Freund, aber Videocasts wie der von mopeten.tv, BSoD oder der von Quarks & Co. gefallen mir zunehmend.

Für nostalgische Tage habe ich auch den Computer-Club als Videocast wiederentdeckt.

Und für meine Kinder gibt’s die Casts von “Sendung mit der Maus”, “Kopfball” oder “Wissen macht Ah!”.

Bei Miro handelt es sich um einen freien “Internet-TV und Video-Player”, bei dem sich über Video-Portal-Grenzen hinweg nach online gestellten Filmen suchen lässt.

Diese werden heruntergeladen und in einer lokalen Medienbibliothek abgespeichert.

Anders als bei Joost ist Miro jedoch nicht auf lizenzierte Inhalte bestimmter Sender begrenzt, sondern es lässt sich jeder RSS-Feed von Video-Podcasts einbinden.

Und so sieht’s aus:

Screenshot von Miro



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