Im Dezember haben wir nach langer Vorbereitung endlich unser SAN in Betrieb nehmen können. Als erstes Storage kommt darin die PS100E von Equallogic zum Einsatz.
Ein sehr zum empfehlendes Gerät: simpel in der Einrichtung, mächtig an Funktionen, und aufgrund der dreifachen (und über den zweiten Controller dann auch noch redundant auslegbaren) Netzwerkanbindung auch sehr performant.
Ist das Gerät einmal ausgepackt, in das Rack eingebaut und verkabelt, ist das erste Volume (auch ohne große Vorkenntnisse) nach spätestens 20 Minuten erstellt und steht im SAN zur Verfügung.
Nachdem nun die wichtigsten Daten der Windows-Domäne seit ein paar Wochen ihr Dasein auf dem SAN im Echtbetrieb fristen, war heute dann der erste Debian-Server dran, Verbindungen über iSCSI aufzubauen, um als VMWare-Server seine Images im SAN ablegen zu können.
Und weil die Einrichtung doch ein wenig Bastelarbeit war, für diejenigen, die vor dem gleich Problem stehen (oder für andere, die es einfach interessiert
), hier eine kurze Beschreibung, wie man in Etch iSCSI-Targets einhängen kann:
Zur Vorbereitung der Umgebung benötigt es auf dem Server nur ein Paket:
# aptitude install open-iscsi
Dann kann es schon direkt auf die Such nach iSCSI-Nodes gehen:
# iscsiadm -m discovery -t sendtargets -p [san-ip] gibt einem alle Nodes zurück, die der Server vom Storage “san-ip” einbinden darf.
Mit:
# iscsiadm -m node -T [node-name] -p [san-ip]:3260 -l
sollte der gewünschte Knoten auch direkt beim “fdisk -l” als Platte auftauchen und sich mit “mount” in den Verzeichnisbaum des Systems einhängen lassen. Ersetzt man das “l” durch ein “u”, hängt man den Knoten wieder aus dem System aus.
Wer das Device auch nach einem Systemneustart automatisch zur Verfügung gestellt haben möchte, muss noch folgende Schritte weitergehen:
Zunächst ist open-iscsi mitzuteilen, dass alle dem System bekannten Nodes beim Starten des iSCSI-Daemon automatisch eingehangen werden sollen. Dazu muss in der Datei /etc/iscsid.conf die Option “node.startup” von “manual” auf “automatic” umgestellt werden.
Dann geht es darum, ein dem System bekannten Knoten in die Datenbank aufzunehmen. Das erledigt folgender Befehl:
# iscsiadm -m node -T [node-name] -p [san-ip]:3260 -o update -n node.conn[0].startup -v automatic
Das war’s eigentlich auch schon.
Dumm nur, dass der iSCSI-Daemon gestartet wird, nachdem die in der /etc/fstab eingetragenen Mountpoints in das System eingebunden werden, ein Eintrag auf das iSCSI-Device mit der Option “auto” hat daher außer einer Fehlermeldung auf den Systemstart keinen weiteren Einfluß.
Ich habe mir einfach dadurch beholfen, dass ich den fstab-Eintrag für das iSCSI-Device mit der Option “noauto” versehen habe, also in der Art:
/dev/sdb0 /var/lib/vmware ext3 defaults,noauto 0 0, um diesen dann über die Init-Datei /etc/init.d/open-isci mit einhängen zu lassen.
Dazu habe ich die Funktion “starttargets()” erweitert zu:
starttargets() {
log_daemon_msg "Setting up iSCSI targets"
$ADM -m node --loginall=automatic
sleep 10
mount /dev/sdb0
log_end_msg 0
}
und “stoptargets()” wurde erweitert zu:
stoptargets() {
log_daemon_msg "Disconnecting iSCSI targets"
sync
umount /dev/sdb0
$ADM -m node --logoutall=all
log_end_msg 0
}
Ist zwar nur eine Krücke, aber bisher funktioniert es so fehlerfrei. Wer mir sagen kann, ob man das auch “systemkonformer” einrichten kann, ist herzlich eingeladen, die Kommentar-Funktion zu benutzen. Vielen Dank im Voraus ![]()
9. September 2008 um 18:58
Hatte dasselbe Problem und hab es genau so wie du gemacht, funktioniert sehr gut, trotz Krücke
Gruß
TD