Lang, lang ist’s her, dass ich mein Blog das letzte Mal mit einem Artikel beehrt habe. Aber jetzt wird es wieder regelmäßig Neuigkeiten und weitere interessante Artikel rund um Linux sowie Anekdötchen aus meinem Admin-Leben geben.
Anfangen möchte ich heute mit einer neuen Kategorie “App-Empfehlungen”.
Da ich sowohl im Büro als auch auf meinen Heimrechnern schon lange Zeit mit Ubuntu arbeite (z.Zt. mit dem aktuellen 9.04 – Jaunty Jackalope), sammeln sich natürlich auch immer mehr Helferlein an, die man nicht mehr missen möchte.
Auch im Serverbereich (hier kommt bei mir die Stable von Debian zum Einsatz) helfen viele Tools das Admin-Leben zu erleichtern.
Und um auch für andere Linux-Interessierte das Leben bequemer zu machen, möchte ich nun nach und nach die Programme vorstellen, die mir das Arbeiten produktiver und angenehmer gestalten und ohne die ich mir eine Betriebssysteminstallation nicht mehr vorstellen könnte.
Los geht’s heute mit einem eigentlich schon recht bekannten Programm: “Gnome-Do“:
Die Applikation ist eigentlich ein aufgebohrter Anwendungsstarter (vor allem für Tastatur-Fetischisten, wie ich einer bin).
Diverse Plugins bohren die Funktionalität weiter auf, so hilft Gnome-Do, Dateien wiederzufinden, Fenster zu verwalten, Screenshots anzulegen, Todos und Notizen anzulegen, Mountpoints ein- und auszuhängen, und, und, und …
Ob als per Hotkey (per default: [Super]+[Space]) zu aktivierendes Popup oder als Programmstartleiste im Mac-Stil, das Arbeiten mit Gnome-Do geht schnell in Fleisch und Blut über.
So fertigt man etwa einen Screenshot der aktuell aktiven Anwendung über:
[Super]+[Space] “Take screenshot” [Tab] “Current Window” [Enter]
an. Wobei der Text “Take screenshot” bei mir schon nach einem getippten “tak” und “Current Window” schon nach dem ersten Buchstaben vorgeblendet wird.
Das Prinzip ist immer gleich:
- Gnome-Do per Hotkey aktivieren
- Aktion aussuchen
- Wenn eine Option zum aufzurufenden Befehl benötigt wird, die Tab-Taste drücken
- und den benötigten Parameter eintippen
- Dann noch [Enter] und fertig
Für eine SSH-Verbindung muss ich bei mir nur noch:
[Super]+[Space] ssh [Tab] servername
eingeben, und schon öffnet sich ein Terminalfenster mit der gewünschten Verbindung.
Gnome-Do merkt sich oft aufgerufene Befehle und Parameter und gibt diese dann als Default vor. Bei gespeicherten Vinagre- oder Terminalserver-Verbindungen, oder einer angelegten “.ssh/config” wird das Dropdown-Feld mit den vorgeschlagenen Optionen sinnvoll hieraus aufgebaut – so reicht teilweise die Eingabe des ersten Buchstaben vom Servernamen, um eine Verbindung zu diesem aufzubauen.
Ein
$ sudo aptitude install gnome-do gnome-do-plugins
ist imho Pflicht.
Danke für den Tipp, ist echt ein schönes Teil;).
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