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App-Empfehlung: WinWrangler

WinWrangler ist ein Tool, das per Hotkey ein kleines Problem der meisten Windowmanager elegant löst:

Der in der Regel unübersichtlich angeordnete Fensterwust wird per Tastendruck ordentlich sortiert dargestellt.

Nach dem Start mit “winwrangler -d” – oder “winwrangler -t” für die, die ein Icon im Benachrichtigungsfeld des Panels bevorzugen – lassen sich folgende Fensteranordnungen erzwingen:

[ctrl][super]1 – Das aktuelle Fenster wird so groß wie möglich dargestellt, ohne die anderen geöffneten Fenster zu verdecken

[ctrl][super]2 – Alle geöffneten Programmfenster werden nebeneinander dargestellt (”Tile”)

[ctrl][super]3 – dem aktuell aktiven Fenster wird zwei/drittel der Desktopfläche zugewiesen, die anderen Fenster teilen sich den Rest der freien Fläche.

WinWrangler

Besonders die dritte Option ist sehr praktisch, bleibt einem bei der aktuell genutzten Anwendung recht viel Platz zum Arbeiten, und erhöht dabei auch noch die Übersicht über alle geöffneten Fenster.

Wer dem Fensteraufteiler andere Shortcuts zuweisen möchte, kann dies über die Datei ~/.config/hotkey/winwrangler.hotkeys tun.

WinWrangler arbeitet auch im Zweischirmbetrieb ganz gut, ordnet die Fenster aber nicht wirklich optimal an. So bekommt in der Zwei/Drittel-Ansicht das fokussierte Fenster zwar einen kompletten Bildschirm als Arbeitsfläche zugewiesen, die anderen Programme teilen sich jedoch nur Zwei/Drittel des anderen Bildschirms unter sich auf.

Wer das Programm auf seiner Debian-Maschine übersetzen möchte, benötigt neben einigen Bibliotheken, die über das distributionseigene Paketmanagement nachinstalliert werden können, auch noch die “Gtk Hotkey Library“.

Für Ubuntu-Benutzer gibt es aber auch fertige Pakete bei launchpad.net:

$ echo deb http://ppa.launchpad.net/kamstrup/ppa/ubuntu jaunty main >/etc/apt/sources.list.d/winwrangler.list
$ sudo apt-key adv –keyserver keyserver.ubuntu.com –recv-keys BDD11F68EE2196C9
$ sudo aptitude update
$ sudo aptitude install winwrangler


Gloobus Preview und ein zurechtgestutzter Dateimanager

Vor ein paar Tagen auf aptgetupdate.de gesehen, hat mich Gloobus Preview schon gereizt.

Das Programm ist ein Pendant zu Quicklook, der wirklich gut gemachten Datei-Vorschau von Mac OS.

Noch lange nicht fertig zwar, aber durchaus schon einsetzbar und sogar auch inkl. einer Coverflow-Funktion:

Einige schimpfen zwar, dass Gloobus nichts anderes sei, als das billige Remake einer geilen Funktion eines anderen Betriebssystems – aber ich denke: warum soll man gute Sachen nicht übernehmen? Das passiert tagtäglich – und nicht selten halten auch unter Linux entwickelte Funktionen als Vorlage für andere Betriebssysteme her. Ad hoc fällt mir da Dexpot ein, das unter Windows mehrere Desktops zur Verfügung stellt.

Doch nun zur Installation:
Es gibt von Gloobus fertige Pakete für Ubuntu 9.04 Jaunty Jackalope – Oliver beschreibt in seinem oben angesprochenen Artikel die Installation, hier fehlt aber die Coverflow-Funktion.

Außerdem bin ich im Zuge meiner Recherchen zu Gloobus auch auf “Nautilus, Simplified” gestoßen, einem Nautilus, dessen Menüs auf das Wesentliche zurechtgestutzt sind. Und da ich, wenn ich Nautilus schon einmal benutze, das Hauptmenü sowieso nicht benötige und auf eher minimalistische GUIs stehe, sollte das auch gleich mit auf mein System.

Deshalb sahen meine Installations-Schritte folgendermaßen aus:

Zunächst die Installation des Gloobus-Preview-Paketes aus dem PPA-Archiv:

$ su -
# echo deb http://ppa.launchpad.net/tualatrix/gloobus/ubuntu jaunty main >> /etc/apt/sources.list.d/gloobus.list
# apt-key adv –keyserver keyserver.ubuntu.com –recv-keys 0624A220
# apt-get update && apt-get install gloobus-preview
# apt-get upgrade
# exit

Damit wäre Gloobus-Preview selbst schon einmal installiert.

Jetzt zum Coverflow:

$ wget http://www.deviantart.com/download/123645797/Gloobus_0_4_by_JordiHP.gz
$ gunzip Gloobus_0_4_by_JordiHP.gz; tar xvf Gloobus-0.4.tar
$ cd Gloobus-0.4-deb/i386
$ sudo dpkg -i gloobus_0.4_i386.deb

Um Coverflow aufzurufen, gibt es leider noch nicht die Möglichkeit, dies wie bei der eigentlichen Vorschau auch über die Space-Taste zu tun.

Ich habe mir daher eine Nautilus-Aktion erstellt (Menü System/Einstellungen/Nautilus-Aktionen):
Einfach eine Aktion “Cover Flow” erstellen, als Pfad “/usr/bin/gloobus” und als Parameter “%M/” angeben. Unter dem Aktenreiter “Bedingungen” sollte die Aktion auf Ordner beschränkt werden.

Sollte der Menüpunkt zu den Nautilus-Aktionen fehlen, muss das Debian-Paket “nautilus-actions” nachinstalliert werden.

Schlussendlich habe ich meinen Nautilus noch um den Menüzeilen-Ballast erleichtert:

Dazu benötigt es einen Patch für Nautilus, den “ammonkey im Ubuntu-Forum gepostet hat. Diesen habe ich nach /tmp heruntergeladen.

$ su -
# mkdir tmp; cd tmp
# tar xvf /tmp/newbar_mouse_forward_back_gloobus.patch.tar
# apt-get build-dep nautilus
# apt-get source nautilus
# cp newbar_mouse_forward_back_gloobus.patch nautilus-2.26.2/debian/patches/99-newbar_mouse_forward_back_gloobus.patch
# cd nautilus-2.26.2
# fakeroot dpkg-buildpackage
# cd ..
# dpkg -i nautilus_2.26.2-0ubuntu3_i386.deb nautilus-data_2.26.2-0ubuntu3_all.deb libnautilus-extension1_2.26.2-0ubuntu3_i386.deb

Fehlt eigentlich nur noch die wirkliche Nautilus-Integration von Gloobus. Aber an der wird auch schon gewerkelt.

Es sollte natürlich erwähnt sein, dass es keinerlei Garantie gibt, dass ein so zusammengebasteltes Nautilus auch stabil läuft, vom Einsatz des Paketes auf Produktivmaschinen rate ich also ab.

Außerdem passt sich diese Installationsweise nicht wirklich in das Paketmanagement ein, ein Nautilus-Update schmeißt also die eigenkreierten Pakete aus dem System, die Patcherei ginge also von vorne los. Und auf “Hold” würde ich die Nautilus-Pakete auch nicht setzen, dafür sind sie zu sehr mit der Gnome-Umgebung verzahnt.

Aber hoffentlich entwickelt sich Gloobus einmal von einer “netten Spielerei” zu einem produktivitätsfördernden Feature und wird genauso gut in Gnome integriert, wie Quicklook unter Mac OS.


App-Empfehlung: Vimperator

Eigentlich ist Vimperator keine eigene Applikation, sondern “nur” ein Firefox-Plugin.

Aber das Addon verändert (resp. ergänzt) die Bedienung des Browsers so grundlegend, dass ich Vimperator schon gerne als “App-Empfehlung” vorstellen möchte.

Das Plugin erweitert Firefox um das typische vi-Gefühl. Es gibt den Command- und Normal-Modus, Kurzbefehle um neue Seiten zu öffnen, auf Seiten zu suchen und zu navigieren und alles das, was man sich als vi-User nur wünscht.

Auffälligste Veränderung nach der Installation der Erweiterung ist, dass die Kopfzeile und das Menü verschwunden sind.

vimperator

Stattdessen gibt’s die vim-typische Statuszeile, und die Kommando-Zeile, über die im Command-Mode Befehle abgesetzt werden können.

“t www.google.de” (oder als Kommando “:tabopen www.google.de” beispielsweise öffnet die Suchmaschine in einem neuen Tab.

Nach ausgelöster Suche kann man mit “f” eine Kürzelliste auf die Links anzeigen lassen (siehe Screenshot). Möchte man dann im Beispiel zum zweiten Suchergebnis springen, muss man einfach “39″ eintippen.

“gt” springt zum nächsten Tabulator, “gT” zum Tabulator davor, ein “G” bringt einen auf der aktuellen Seite an das Seitenende, “gg” wieder nach oben.

In der Historie geht es mit “CTRL-o” zurück und mit “CTRL-i” vorwärts, ss gibt eine “Bookmark-Liste” (”:bmarks”), die aktuelle Seite fügt man mit “:bmark” den Favoriten hinzu, und, und, und …

Ach, ich könnte jetzt stundenlang schwärmen. Aber besser, Du installierst die das Plugin und liest Dich durch die per “F1″ verfügbare Hilfe durch das Quickstart-Tutorial.


App-Empfehlung: Tilda

Heute gibt’s mit “Tilda” mal wieder eine Programm-Empfehlung.

Tilda ist ein Terminal-Emulator, der sich im Hintergrund hält und per Hotkey schnell aktiviert werden kann. Hier die Beschreibung aus dem Ubuntu-Paket:

terminal emulator with first person shooter console likeness Terminal taking after the likeness of many classic terminals from first person shooter games, Quake, Doom and Half-Life (to name a few), where the terminal has no border and is hidden from the desktop until a key is pressed.

Ich habe das Programm so konfiguriert, dass ich das Terminalfenster über [Super][F12] ein- und ausblenden kann. Das Programm kann vielfältig konfiguriert werden, etwa wo es erscheinen soll, wie groß es sein soll, ob es in der Startleiste auftauchen soll, …

Tilda

Wie bei anderen Terminal-Emulatoren – wie gnome-terminal oder terminator – kann man auch bei Tilda mehrere Tabs öffnen.

Wer, wie ich, immer einmal wieder einen Shellprompt benötigt, um kurz einige Befehle abzusetzen, für den wird Tilda schnell unentbehrlich.


App-Empfehlung: Incollector

Incollector

Incollector ist eine Art digitaler Zettelkasten und sammelt Notizen, Gesprächsnotizen, Zitate, Quelltext-Schnipsel sowie Seriennummern.

Die Einträge lassen sich verschlagworten, bewerten und mit Kommentaren versehen. Um Ordnung in das Textchaos zu bringen, lassen sich die Notizen über Verzeichnisse organsisieren. Um ein Verzeichnis zu erstellen, vergibt man einfach einen Namen und definiert Bedingungen, nach denen die Notizen in das Verzeichnis aufgenommen werden sollen, etwa:

“Einträge anzeigen, deren Wertung höher als zwei Sterne liegt, und für die das Schlagwort ‘Linux’ hinterlegt wurde”.

Wirklich gut gemacht, und von mir viel genutzt.

Leider startet die aktuelle Version 1.2 unter Ubuntu Jaunty (9.04) nach der Installation nicht und stürzt mit folgender Fehlermeldung ab:

** (incollector:18588): WARNING **: Missing method .ctor in assembly /usr/lib/mono/gac/gtk-sharp/2.12.0.0__35e10195dab3c99f/gtk-sharp.dll, type System.Runtime.CompilerServices.RuntimeCompatibilityAttribute

** (incollector:18588): WARNING **: The class System.Runtime.CompilerServices.RuntimeCompatibilityAttribute could not be loaded, used in gtk-sharp

** (incollector:18588): WARNING **: Can’t find custom attr constructor image: /usr/lib/mono/gac/gtk-sharp/2.12.0.0__35e10195dab3c99f/gtk-sharp.dll mtoken: 0×0a000119

Unhandled Exception: System.TypeLoadException: Could not load type ‘System.Runtime.CompilerServices.RuntimeCompatibilityAttribute’ from assembly ‘gtk-sharp’.
at (wrapper managed-to-native) System.MonoCustomAttrs:GetCustomAttributesInternal (System.Reflection.ICustomAttributeProvider,System.Type,bool)
at System.MonoCustomAttrs.GetCustomAttributesBase (ICustomAttributeProvider obj, System.Type attributeType) [0x00000]
at System.MonoCustomAttrs.GetCustomAttributes (ICustomAttributeProvider obj, System.Type attributeType, Boolean inherit) [0x00000]
at System.MonoCustomAttrs.RetrieveAttributeUsage (System.Type attributeType) [0x00000]
at System.MonoCustomAttrs.IsDefined (ICustomAttributeProvider obj, System.Type attributeType, Boolean inherit) [0x00000]
at System.Reflection.MonoMethod.IsDefined (System.Type attributeType, Boolean inherit) [0x00000]
at GLib.Object.InvokeClassInitializers (GType gtype, System.Type t) [0x00000]
at GLib.Object.RegisterGType (System.Type t) [0x00000]
at GLib.Object.LookupGType (System.Type t) [0x00000]
at GLib.Object.LookupGType () [0x00000]
at GLib.Object.CreateNativeObject (System.String[] names, GLib.Value[] vals) [0x00000]
at Gtk.Object.CreateNativeObject (System.String[] names, GLib.Value[] vals) [0x00000]
at Gtk.Widget.CreateNativeObject (System.String[] names, GLib.Value[] vals) [0x00000]
at Gtk.ScrolledWindow..ctor (Gtk.Adjustment hadjustment, Gtk.Adjustment vadjustment) [0x00000]
at Gtk.ScrolledWindow..ctor () [0x00000]
at Incollector.GUI.Widgets.EntryPreview..ctor () [0x00000]
at Incollector.GUI.MainWindow..ctor () [0x00000]
at Incollector.Engine.Globals.Init (System.String[] args) [0x00000]
at Incollector.MainClass.Main (System.String[] args) [0x00000]

Abhilfe schafft die Anpassung des Programm-Aufrufes in der /usr/bin/incollector auf:

exec /usr/bin/mono –runtime=v2.0.50727 /usr/lib/incollector/incollector.exe $MONO_EXTRA_ARGS “$@”

(Danke an Marcin K. Krzywonos – seineszeichens Entwickler von Incollector – für seine schnelle Problemlösung).


App-Empfehlung: Tasque

Klein, aber äußerst praktisch:

Mit Tasque kann man seine noch zu erledigenden Aufgaben verwalten, nicht mehr und nicht weniger. Das Tool bindet sich aber so unauffällig in den Arbeitsablauf ein, dass es eine Freude ist, damit zu arbeiten.

Screenshot Tasque

Zumindest im Zusammenspiel mit dem entsprechenden Gnome-Do-Plugin.

Damit legt es sich eine Aufgabe äußerst geschmeidig an:

[super][space]create task[tab]“meine neue aufgabe”[enter]

Fertig. Wobei die Eingabe “task” schon reicht, um das Tasque-Plugin zu aktivieren.

Um die Aufgabenliste einzusehen, einfach “tasque” an Gnome-Do übergeben.

Aufgaben können mit einem Datum und mit Notizen versehen werden. Das war’s eigentlich schon an Funktionalität.

Tasque kann die Todos in einem Textfile speichern, interessanter sind aber die Optionen, diese mit Evolution abzugleichen oder den Online-Service “Remember the Milk” für die Aufgabenspeicherung zu benutzen.

Das wiederum ermöglicht eine konsistente Aufgabenliste über die Rechnergrenze hinweg. So tummeln sich meine Aufgaben mittlerweile nicht nur auf meinen PCs, auch mein iPhone informiert mich, was ich noch zu tun habe.

Ich liebe so kleine Programme, die nur eine Aufgabe erfüllen, das aber dann richtig gut.

Das Programm lässt sich direkt aus den Ubuntu-Repositories installieren.


Firefox-Addons, die das Online-Leben erleichtern

Über Firefox (oder sein “Debian-Pendant” Iceweasel) als “App-Empfehlung” zu schreiben, wäre wohl über, der Browser dürfte wohl bei der Mehrheit aller Linux-Desktoper installiert sein.

Und dass der Browser mit Erweiterungen (neudeutsch: Addon) in seiner Funktionalität erweitert werden kann, ist für die meisten auch nichts Neues.

Interessanter ist schon, wer welche Add-Ons nutzt, und welche generell empfehlenswert sind. Hier deswegen eine Übersicht der Erweiterungen, die auf meinen Desktop-Systemen ihren Dienst verrichten:

Firefox Addons

Adblock Plus
Dieser Werbeblocker ermöglicht über eine Blacklist, Werbung aus Internetauftritten auszublenden. Sehr fein. Gehört in jede Standardinstallation.

All-in-One Sidebar
Diese Erweiterung, der Name lässt es erraten, erweitert den Browser um eine ein- und ausblendbare Seitenleiste, über die man schnellen Zugriff auf die Favoriten, die Chronik der zuletzt besuchten Seiten, die Downloads und Erweiterungen des Browsers hat.

BabelFish
Wer viel auf fremdsprachigen Sites unterwegs ist, für den ist diese Erweiterung interessant. Ist sie installiert, übersetzt BabelFish jeweils die Wörter, über denen der Mauszeiger steht.

Desktop
Dieses Add-On ist noch in der Beta-Phase, arbeitet bei mir aber schon ganz gut. Es stellt (wie auch die Erweiterung Fast-Dial) auf einem neu geöffneten Tab Thumbnails von frei definierten Seiten zur Verfügung, die dann per Mausklick direkt geöffnet werden können. Im Gegensatz zu der standardmäßig in Opera integrierten Funktion, lassen sich die Thumbnails aber frei auf dem Desktop verschieben und skalieren. Auch eine Google-Suchleiste lässt sich einblenden (wer’s denn braucht). Nachteil gegenüber Fast-Dial: Es gibt keine Tastatur-Shortcuts, über die sich die Seiten direkt aufrufen lassen.

Fission
Eigentlich nur ein optisches Gimmik, aber ich habe mich sehr daran gewöhnt. Fission zeigt den Fortschrittsbalken beim Laden einer Webseite innerhalb der Adresszeile an, so wie das Mac-User vom Safari kennen.

Google Reader Watcher
Diese kleine Erweiterung, die ein Symbol in der Statusleiste des Browsers einblendet, überprüft regelmäßig, ob Google Reader neue Newsfeeds für mich zusammengestellt hat. Mit einem Klick auf das Symbol, öffnet sich der Google Reader.

Google Preview
Google Preview stellt nach einer Google-Suche vor den Ergebnisseiten ein Thumbnail der jeweiligen Seite dar. Sehr praktisch für den kurzen Überblick.

Nagios Checker
Ihr überwacht Euer Netzwerk mit Nagios? Dann sollte der Nagios Checker unbedingt den Firefox erweitern. Das Plugin zeigt in der Statuszeile den Status der von Nagios überwachten Dienste an. Bei Warnungen oder Fehlern gibt’s einen penetranten Warnton, der einen nötigt, sich den entdeckten Fehler direkt vorzunehmen. Echt angenehm unangenehm.

QuickProxy
Ich muss mal über einen Proxy, mal direkt in’s Internet. Mit QuickProxy kann man per Mausklick auf das entsprechende Symbol in der Statusleiste schnell zwischen diesen Optionen hin- und herschalten.

Site Launcher
Das Gnome-Do für den Firefox. Über [Strg]+[Space] aufgerufen, kann man seine Lieblingsseiten direkt über eine Buchstabentaste aufrufen. Genial für Tastatur-Junkies.

Tab buttons
Einen Tab zu schnell geschlossen? Der von “Tab buttons” dargestellte Knopf rechts neben den Tabs stellt die zuletzt geschlossenen Seiten wieder dar.

TrashMail.net
Mit TrashMail.net lassen sich Wegwerf-E-Mail-Adressen verwalten, z.B. ganz interessant bei Seiten, bei denen man sich für einen Download registrieren muss.

UnPlug
Du guckst Dir auf Youtube ein Video an, und möchtest dieses unbedingt auf Deiner Platte haben. Dann installiere UnPlug. Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich dieses Add-On seit der Installation maximal einmal benutzt habe.

Xmarks
Formally known as “Foxmarks”. Wer auf mehreren Rechnern unterwegs ist, kann Xmarks zum Synchronisieren seiner Favoriten benutzen. Die Erweiterung gibt es sogar für den Internet Explorer. Durch Profile, die sich einrichten lassen (wie “Home” oder “Work”, bleiben die Bookmarks, die nicht für jeden Platz interessant sind, da wo sie gebraucht werden, und müllen nicht jeden per Xmarks abgeglichenen Browser zu. Richtig genial.

Welche Erweiterungen habt Ihr installiert? Was sollte man unbedingt installiert haben? Ich würde mich über Eure Erfahrungen und Empfehlungen sehr freuen.


App-Empfehlung: Gnome-Do

Lang, lang ist’s her, dass ich mein Blog das letzte Mal mit einem Artikel beehrt habe. Aber jetzt wird es wieder regelmäßig Neuigkeiten und weitere interessante Artikel rund um Linux sowie Anekdötchen aus meinem Admin-Leben geben.

Anfangen möchte ich heute mit einer neuen Kategorie “App-Empfehlungen”.

Da ich sowohl im Büro als auch auf meinen Heimrechnern schon lange Zeit mit Ubuntu arbeite (z.Zt. mit dem aktuellen 9.04 – Jaunty Jackalope), sammeln sich natürlich auch immer mehr Helferlein an, die man nicht mehr missen möchte.

Auch im Serverbereich (hier kommt bei mir die Stable von Debian zum Einsatz) helfen viele Tools das Admin-Leben zu erleichtern.

Und um auch für andere Linux-Interessierte das Leben bequemer zu machen, möchte ich nun nach und nach die Programme vorstellen, die mir das Arbeiten produktiver und angenehmer gestalten und ohne die ich mir eine Betriebssysteminstallation nicht mehr vorstellen könnte.

Los geht’s heute mit einem eigentlich schon recht bekannten Programm: “Gnome-Do“:

Screenshot Gnome Do

Die Applikation ist eigentlich ein aufgebohrter Anwendungsstarter (vor allem für Tastatur-Fetischisten, wie ich einer bin).

Diverse Plugins bohren die Funktionalität weiter auf, so hilft Gnome-Do, Dateien wiederzufinden, Fenster zu verwalten, Screenshots anzulegen, Todos und Notizen anzulegen, Mountpoints ein- und auszuhängen, und, und, und …

Ob als per Hotkey (per default: [Super]+[Space]) zu aktivierendes Popup oder als Programmstartleiste im Mac-Stil, das Arbeiten mit Gnome-Do geht schnell in Fleisch und Blut über.

So fertigt man etwa einen Screenshot der aktuell aktiven Anwendung über:

[Super]+[Space] “Take screenshot” [Tab] “Current Window” [Enter]

an. Wobei der Text “Take screenshot” bei mir schon nach einem getippten “tak” und “Current Window” schon nach dem ersten Buchstaben vorgeblendet wird.

Das Prinzip ist immer gleich:
- Gnome-Do per Hotkey aktivieren
- Aktion aussuchen
- Wenn eine Option zum aufzurufenden Befehl benötigt wird, die Tab-Taste drücken
- und den benötigten Parameter eintippen
- Dann noch [Enter] und fertig

Für eine SSH-Verbindung muss ich bei mir nur noch:

[Super]+[Space] ssh [Tab] servername

eingeben, und schon öffnet sich ein Terminalfenster mit der gewünschten Verbindung.

Gnome-Do merkt sich oft aufgerufene Befehle und Parameter und gibt diese dann als Default vor. Bei gespeicherten Vinagre- oder Terminalserver-Verbindungen, oder einer angelegten “.ssh/config” wird das Dropdown-Feld mit den vorgeschlagenen Optionen sinnvoll hieraus aufgebaut – so reicht teilweise die Eingabe des ersten Buchstaben vom Servernamen, um eine Verbindung zu diesem aufzubauen.

Gnome Do - SSH-Login aufrufen

Ein

$ sudo aptitude install gnome-do gnome-do-plugins

ist imho Pflicht.


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