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Die ganze Welt twittert … |

… nur ich nicht.

Ich bin ja neuen Kommunikationswegen und technischen Neuerungen gegenüber immer aufgeschlossen.

Ich finde nur den Sinn an dem Gezwitschere nicht. So sehr ich mich auch bemühe. Ich finde keinen Zugang zu: “Ich bin gerade aufgestanden” oder “Ich finde heute alles wunderbar”.

Ich bevorzuge Informationen mit mehr Gehalt. Oder folge ich nur den falschen Tweets?

Wer kann mir Twittern näher bringen? Warum twittert Ihr? Was postet Ihr? Wer liest das und warum? Wessen Beiträge lest Ihr?


App-Empfehlung: WinWrangler |

WinWrangler ist ein Tool, das per Hotkey ein kleines Problem der meisten Windowmanager elegant löst:

Der in der Regel unübersichtlich angeordnete Fensterwust wird per Tastendruck ordentlich sortiert dargestellt.

Nach dem Start mit “winwrangler -d” – oder “winwrangler -t” für die, die ein Icon im Benachrichtigungsfeld des Panels bevorzugen – lassen sich folgende Fensteranordnungen erzwingen:

[ctrl][super]1 – Das aktuelle Fenster wird so groß wie möglich dargestellt, ohne die anderen geöffneten Fenster zu verdecken

[ctrl][super]2 – Alle geöffneten Programmfenster werden nebeneinander dargestellt (”Tile”)

[ctrl][super]3 – dem aktuell aktiven Fenster wird zwei/drittel der Desktopfläche zugewiesen, die anderen Fenster teilen sich den Rest der freien Fläche.

WinWrangler

Besonders die dritte Option ist sehr praktisch, bleibt einem bei der aktuell genutzten Anwendung recht viel Platz zum Arbeiten, und erhöht dabei auch noch die Übersicht über alle geöffneten Fenster.

Wer dem Fensteraufteiler andere Shortcuts zuweisen möchte, kann dies über die Datei ~/.config/hotkey/winwrangler.hotkeys tun.

WinWrangler arbeitet auch im Zweischirmbetrieb ganz gut, ordnet die Fenster aber nicht wirklich optimal an. So bekommt in der Zwei/Drittel-Ansicht das fokussierte Fenster zwar einen kompletten Bildschirm als Arbeitsfläche zugewiesen, die anderen Programme teilen sich jedoch nur Zwei/Drittel des anderen Bildschirms unter sich auf.

Wer das Programm auf seiner Debian-Maschine übersetzen möchte, benötigt neben einigen Bibliotheken, die über das distributionseigene Paketmanagement nachinstalliert werden können, auch noch die “Gtk Hotkey Library“.

Für Ubuntu-Benutzer gibt es aber auch fertige Pakete bei launchpad.net:

$ echo deb http://ppa.launchpad.net/kamstrup/ppa/ubuntu jaunty main >/etc/apt/sources.list.d/winwrangler.list
$ sudo apt-key adv –keyserver keyserver.ubuntu.com –recv-keys BDD11F68EE2196C9
$ sudo aptitude update
$ sudo aptitude install winwrangler


Gloobus Preview und ein zurechtgestutzter Dateimanager |

Vor ein paar Tagen auf aptgetupdate.de gesehen, hat mich Gloobus Preview schon gereizt.

Das Programm ist ein Pendant zu Quicklook, der wirklich gut gemachten Datei-Vorschau von Mac OS.

Noch lange nicht fertig zwar, aber durchaus schon einsetzbar und sogar auch inkl. einer Coverflow-Funktion:

Einige schimpfen zwar, dass Gloobus nichts anderes sei, als das billige Remake einer geilen Funktion eines anderen Betriebssystems – aber ich denke: warum soll man gute Sachen nicht übernehmen? Das passiert tagtäglich – und nicht selten halten auch unter Linux entwickelte Funktionen als Vorlage für andere Betriebssysteme her. Ad hoc fällt mir da Dexpot ein, das unter Windows mehrere Desktops zur Verfügung stellt.

Doch nun zur Installation:
Es gibt von Gloobus fertige Pakete für Ubuntu 9.04 Jaunty Jackalope – Oliver beschreibt in seinem oben angesprochenen Artikel die Installation, hier fehlt aber die Coverflow-Funktion.

Außerdem bin ich im Zuge meiner Recherchen zu Gloobus auch auf “Nautilus, Simplified” gestoßen, einem Nautilus, dessen Menüs auf das Wesentliche zurechtgestutzt sind. Und da ich, wenn ich Nautilus schon einmal benutze, das Hauptmenü sowieso nicht benötige und auf eher minimalistische GUIs stehe, sollte das auch gleich mit auf mein System.

Deshalb sahen meine Installations-Schritte folgendermaßen aus:

Zunächst die Installation des Gloobus-Preview-Paketes aus dem PPA-Archiv:

$ su -
# echo deb http://ppa.launchpad.net/tualatrix/gloobus/ubuntu jaunty main >> /etc/apt/sources.list.d/gloobus.list
# apt-key adv –keyserver keyserver.ubuntu.com –recv-keys 0624A220
# apt-get update && apt-get install gloobus-preview
# apt-get upgrade
# exit

Damit wäre Gloobus-Preview selbst schon einmal installiert.

Jetzt zum Coverflow:

$ wget http://www.deviantart.com/download/123645797/Gloobus_0_4_by_JordiHP.gz
$ gunzip Gloobus_0_4_by_JordiHP.gz; tar xvf Gloobus-0.4.tar
$ cd Gloobus-0.4-deb/i386
$ sudo dpkg -i gloobus_0.4_i386.deb

Um Coverflow aufzurufen, gibt es leider noch nicht die Möglichkeit, dies wie bei der eigentlichen Vorschau auch über die Space-Taste zu tun.

Ich habe mir daher eine Nautilus-Aktion erstellt (Menü System/Einstellungen/Nautilus-Aktionen):
Einfach eine Aktion “Cover Flow” erstellen, als Pfad “/usr/bin/gloobus” und als Parameter “%M/” angeben. Unter dem Aktenreiter “Bedingungen” sollte die Aktion auf Ordner beschränkt werden.

Sollte der Menüpunkt zu den Nautilus-Aktionen fehlen, muss das Debian-Paket “nautilus-actions” nachinstalliert werden.

Schlussendlich habe ich meinen Nautilus noch um den Menüzeilen-Ballast erleichtert:

Dazu benötigt es einen Patch für Nautilus, den “ammonkey im Ubuntu-Forum gepostet hat. Diesen habe ich nach /tmp heruntergeladen.

$ su -
# mkdir tmp; cd tmp
# tar xvf /tmp/newbar_mouse_forward_back_gloobus.patch.tar
# apt-get build-dep nautilus
# apt-get source nautilus
# cp newbar_mouse_forward_back_gloobus.patch nautilus-2.26.2/debian/patches/99-newbar_mouse_forward_back_gloobus.patch
# cd nautilus-2.26.2
# fakeroot dpkg-buildpackage
# cd ..
# dpkg -i nautilus_2.26.2-0ubuntu3_i386.deb nautilus-data_2.26.2-0ubuntu3_all.deb libnautilus-extension1_2.26.2-0ubuntu3_i386.deb

Fehlt eigentlich nur noch die wirkliche Nautilus-Integration von Gloobus. Aber an der wird auch schon gewerkelt.

Es sollte natürlich erwähnt sein, dass es keinerlei Garantie gibt, dass ein so zusammengebasteltes Nautilus auch stabil läuft, vom Einsatz des Paketes auf Produktivmaschinen rate ich also ab.

Außerdem passt sich diese Installationsweise nicht wirklich in das Paketmanagement ein, ein Nautilus-Update schmeißt also die eigenkreierten Pakete aus dem System, die Patcherei ginge also von vorne los. Und auf “Hold” würde ich die Nautilus-Pakete auch nicht setzen, dafür sind sie zu sehr mit der Gnome-Umgebung verzahnt.

Aber hoffentlich entwickelt sich Gloobus einmal von einer “netten Spielerei” zu einem produktivitätsfördernden Feature und wird genauso gut in Gnome integriert, wie Quicklook unter Mac OS.


Blogfield 2009 |

Nun ist es endlich soweit:

Über 100 Blogger haben es 2009 nach Blogfield geschafft. Super, was Stefan und Oliver da auf die Beine gestellt haben.

Blogfield 2009

Ich freue mich auf 2011, auch da werde ich sicherlich mit nach Blogfield reisen.

Wer mich sucht: ich bin klein und blass, und habe – wie eigentlich jeden Tag – wohl wieder viel zu viel Zeit am Rechner verbracht.

Viel Spaß beim suchen ;)


Mein neues Spielzeug ist endlich da |

Nach genau vier Wochen Wartezeit konnte ich heute endlich mein neues iPhone 3gs in Empfang nehmen.

Und ich muss sagen: Ich bin beeindruckt. Sowohl die Performance als auch die Bedienung sind um Längen besser als beim 2g. Das Gerät bedient sich insgesamt viel fluffiger als das Alte. Und auch Cut’n'Paste funktioniert mit der aktuellen Firmware endlich. Da habe ich schon monatelang nach geschmachtet.

Die Datenübernahme klappte über iTunes einwandfrei, nur einmal habe ich mich kurz erschrocken. Nach dem Einspielen des letzten Backups, das ich vom 2g gemacht hatte, wollte das neue Telefon nämlich partout nicht mehr ins Internet.

Aber nach dem Rücksetzen der Einstellungen klappt das nun auch wieder.

Auf meiner Wunschliste steht nun nur noch, das ich neben den SMS auch auf eingehende E-Mails hingewiesen werde, wenn das Gerät gerade gesperrt ist. Aber vielleicht war ich ja bisher einfach zu doof, diese Einstellungsmöglichkeit zu finden.

Abschließend noch ein Dankeschön an die Programmierer von Wordpress für das iPhone, die die Erstellung dieses Beitrages ermöglicht haben. ;)


Bash – Befehlshistorie speichern |

Die Bash bringt mit “history” ja eigentlich schon ein Protokoll der zuletzt eingegebenen Befehle mit. Praktisch auch, dass man in dieser Historie mit “[strg]+r” Kommandos, die man bereits abgesetzt hat, über die Eingabe einiger Zeichen aus der Befehlskette noch einmal aufrufen kann. Auch das “!”-Kommando in seinen verschiedenen Spielarten kann ganz nützlich sein (siehe “man history”).

Einzig ein “Langzeit-Protokoll” ist über diese Funktion nicht möglich, zu alte Befehle werden aus der Datei ~/.history nach einiger Zeit rausgeschmissen.

Und genau so ein Langzeitprotokoll macht gerade bei aufwändigen Programm- oder Dienstinstallationen und -Konfigurationen durchaus Sinn, wenn man im Nachhinein noch einmal den Installationsverlauf nachvollziehen möchte. Dann fehlen nämlich gerade die Teile des Verlaufes, die man sich später noch einmal ansehen möchte.

Zur Lösung dieses “Problems” gibt es beispielsweise folgende Ansätze.

Richtig gut ist “script”. Hier werden nicht nur die eingegebenen Befehle protokolliert, auch die Rückgaben der Kommandos werden in die Protokolldatei geschrieben. Das Protokoll entspricht somit genau der Ausgabe, die man in seiner Sitzung auf dem Bildschirm hatte.

Interessieren einen jedoch nur die eingegebenen Befehle selbst, hilft die Umgebungsvariable “PROMPT_COMMAND”:
export PROMPT_COMMAND="${PROMPT_COMMAND:+$PROMPT_COMMAND ; }"'echo $$ $USER "$(history 1)" >> ~/installationsverlauf'

Links: Bash eternal history


Linux lässt sich einfach überall installieren |

Sogar auf ‘nem toten Dachs: “Installing Linux on a Dead Badger

Ist zwar schon alt, aber trotzdem richtig gut. Danke an Nils für den Link.


Hartnäckige Vorurteile |
Neuss. Kegelbahn.

Es findet ein Treffen einiger User eines Internetforums statt. Als die obligatorische Pizza bestellt wird, kam folgender Dialog zustande:

User#1: “Bestellt noch jemand von euch Pizza mit Knoblauch? Ich will nicht der einzige sein der stinkt!”

User#2: “Ich bin auf einem Internet-Treffen. Ich ging davon aus, dass jeder hier stinkt!”

belauscht in Neuss von Daniel H.

So hartnäckig halten sich Vorurteile gegen Nerds und Geeks ;)

Gelesen auf: belauscht.de


iPhone 3gs sehr langsam … |

… nein, nicht das Gerät, die Lieferzeiten von T-Mobile sind z.Zt. unerträglich lang.

Vor mittlerweile drei Wochen habe ich das schwarze 16GB-Modell im T-Punkt meines Vertrauens zur Bestellung in Auftrag gegeben.

Gestern habe ich dann mal ganz vorsichtig angefragt, wann ich denn mit der Lieferung rechnen könne.

“Diese Woche haben wir noch kein einziges Gerät hereinbekommen, ich weiß nicht, wann wir die nächsten Geräte bekommen. Und bei dem von Ihnen ausgewählten Modell haben wir z.Zt. Lieferzeiten von bis zu acht Wochen” …

*narf*


Unser Desktop soll schöner werden |

Eine wirklich kleine Spielerei für’s Auge ist das Rhythmbox-Plugin “Desktop Art” von Mathias Nedrebo.

Die Erweiterung macht nichts anderes, als zum aktuell abgespielten Lied die Titelinformationen und das Album-Cover auf dem Desktop anzuzeigen.

Fährt man mit dem Mauszeiger über das Cover, werden noch Buttons zum Liedwechsel und Play/Pause eingeblendet.

Schick.

Einfach:
$ mkdir -p $HOME/.gnome2/rhythmbox/plugins/
$ cd $HOME/.gnome2/rhythmbox/plugins/
$ svn co http://nedrebo.org/svn/rhythmbox/desktop-art

absetzen und den Musikverwalter neu starten. Dann steht Desktop Art unter “Bearbeiten/Plugins” zur Verfügung.

Rhythmbox-Plugin "Desktop Art"


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